Corona-Update 4 (11.01.21)
Neues zu unserer Privatinitiative "Hilfe für Atacames": Lebensunterhalt sichern, Essen schenken

Liebe Freunde des Kinderhorts in Atacames!

Ich hoffe, Sie haben die Weihnachtsfeiertage im Kreise Ihrer Familien unter den gegebenen Umständen genießen können und sind gut ins Neue Jahr gestartet.

Ein aufregendes und besonderes Jahr 2020 ist zu Ende gegangen. Das Coronavirus mit seinen eingreifenden Folgen bedeutet für uns alle, sei es in Deutschland oder in Ecuador, nach wie vor große Herausforderungen.

Denn bis jetzt ist noch keine Besserung der Situation in Sicht. In Ecuador galt zwischen dem 15.12. bis zum 2.1. 21 eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 4 Uhr morgens, gleichzeitiges Fahrverbot je nach Endzahl des Autokennzeichens an vier Tagen der Woche.

In den Schulen wird virtuell unterrichtet und die Kindergärten sind komplett geschlossen, ebenso wie Bars, Theater, Diskotheken. Restaurants operieren mit 30 Prozent ihrer Kapazität. Über die Feiertage am 24. bis 25.12. und am 31.12. bis einschließlich 01.01. wurden die meisten Strände Ecuadors sicherheitshalber komplett geschlossen. Ansonsten waren sie zumindest von 9 Uhr bis 15 Uhr geöffnet.

Für Atacames, das Städtchen, das vom Turismus lebt, fatale Folgen: wieder fast keine Einnahmen durch Jobs in Hotels, Restaurants, Strandverkäufer etc.

Und mit den ersten 80.000 Impfdosen, die nächste Woche ankommen sollen, wird sich die Situation sicher auch nicht entspannen.

Corona hat das Land nach wie vor fest im Griff, die Zahlen sind unvermindert hoch und die Betten der Intensivstaionen fast komplett ausgelastet. Aber ein Lockdown ist hier unvorstellbar und würde den wirtschaftlichen Ruin für viele bedeuten: „Verhungern oder Corona bekommen!“, das ist hier die Devise! Denn im Unterschied zu Deutschland bekommt hier niemand Entschädigung- oder Ausfallszahlungen.

Für mich ist klar: Wir werden unsere Anstrengungen für Familien in Not fortführen. Die Folgen der Corona-Pandemie haben viele Kinder und ihre Familien in Atacames an den Rand des Ruins gebracht.

Ohne Aussicht auf baldige Verbesserung ihrer Situation sind diese Familien auf unsere Hilfe angewiesen.

Und dank der großartigen Unterstützung von Menschen wie Euch konnten wir seit Ende Mai 2020 wöchentlich 30, dann 25 Familien und seit Anfang November 21 Familien mit einer Kiste Grundnahrungsmittel, frischem Gemüse und Obst, Seife, Masken, Desinfizierungsalkohol und/ oder Gel versorgen.

Jede Kiste kostet im Schnitt 20 USD, wird von unseren Helferinnen Marisol, Jacky und Ana zusammengestellt und jeden Dienstag am Kinderhort an die bedürftigsten Familien abgegeben.

Das waren insgesamt 35 Mal inzwischen und ich hoffe weiter auf euch. Ich bedanke mich auf das herzlichste bei meinen Freunden, Bekannten für ihre großartige Hilfe, das Weiterleiten des Spendenaufrufes.

Zu Weihnachten konnten wir jedem der 30 Kinder am 19.12 auf einer kleinen Weihnachtsfeier trotz Corona eine riesige Freude bereiten. Der Nikolaus kam immer zu 5 anwesenden Kindern, die im Kinderhort warteten. Die Geschenke wurden hier von den Stiftungsmitgliedern gespendet.

Ich danke den Spenderinnen und Spendern von ganzem Herzen für das Mitgefühl, die Solidarität und die großartige Unterstützung, denn ohne euch wäre diese Hilfsaktion nicht möglich. Ich glaube ohne Positivität und Optimismus lässt sich diese Zeit nicht meistern.

Mein besonderer Dank gilt Stefan Preusse dem Vorsitzenden des Vereins zur Unterstützung des Kinderhorts in Atacames e.V. , der das Spendenkonto in Deutschland eröffnet hat und unsere Hilfsaktion in Atacames mit den Spendengeldern versorgt. Jede Summe wird zu 100 Prozent an die Familein in Form von Naturalien weitergeleitet.

Die Not wird zurzeit nicht geringer.

Im Moment haben wir noch für 4 Wochen die fianziellen Mittel zur Unterstützung der Familien und noch einmal zähle ich auf Ihre Hilfe. Bitte helfen Sie darum mit Ihrer Spende.

Stefan Preusse, Spendenkonto Atacames

IBAN: DE35 6846 2427 0040 188029

BIC: GENODE61WUT

In Ecuador:

Fundación Ayuda a la Infancia Atacames Alemania

Cuenta corriente

Banco Pichincha: 2100070043

Ich wünsche Ihnen persönlich und Ihrer Familie Glück, Erfolg, Zufriedenheit und natürlich Gesundheit für 2021!

Für Fragen stehe ich jederzeit zur Verfügung: Carola.Knaulein@gmx.net

Mit vielen lieben Grüßen aus Ecuador- Cumbaya

Carola Knäulein und unser Team vor Ort

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Corona-Update 3 (05.08.20)
Zwischenbilanz zu unserer Privatinitiative Lebensunterhalt sichern: Essen schenken

Liebe Spender, Unterstützer, Freunde und Interessierte des Kinderhorts in Atacames,

 

das Echo auf den Spendenaufruf und Ihre Unterstützung waren umwerfend.

Ich kann Ihnen nicht genügend danken. Vor allem die Dankbarkeit der Familien, denen wir damit Hunger ersparen und den Lebensunterhalt sichern ist schwer auszudrücken.

Nach sechs Wochen Ausgangsperre haben wir privat Anfang Mai begonnen die ersten 15 dann 19 Familien mit einem Lebensmittelpaket im Wert von 20 USD , das für eine Woche eine 4-köpfige Familie mit den nötigsten Nahrungsmitteln versorgt, zu unterstützen.

Zuerst dachten wir in erster Linie an unsere Kinderhortmütter, die aufgrund der Quarantäne ohne Arbeit waren und damit ohne Einkommen. Geholfen hat uns anfangs mit 1000 USD die „Sociedad benefica der Damas Alemanas“ und private Spender im direkten Freundeskreis, denen ich sehr für ihre Unterstützung danke.

Aber dann habe ich gesehen, dass wir längerfristig und nicht nur zeitlich begrenzt helfen müssen, denn es war und ist kein Ende in Sicht.

Aufgrund der unerträglichen Situation in Atacames, verursacht durch die Pandemie und ihre Konsequenzen wie Ausgangsperre, geschlossene Strände mit all ihren vielfältigen Einnahmequellen, die jetzt wegfallen und der damit einhergehenden steigenden Kriminalität habe ich Anfang Juni beschlossen, mich direkt in einem Spendenaufruf an Sie zu wenden.

Nur aufgrund der großen Solidarität ist es möglich, dass unser Kinderhort-Team jeden Dienstag inzwischen insgesamt 30 Familien, bzw. alleinstehende Mütter mit Kindern mit einem Lebensmittelpaket im Wert von 20 USD versorgen kann.

Die Ansteckungsgefahr ist groß, selbst Marisol, unsere wichtigste Kraft, hat sich infiziert samt ihrer Familie und musste fast vier Wochen in Quarantäne. Zum Glück war der Krankheitsverlauf nicht allzu schlimm und alle haben Corona überstanden. Seit 19.07. ist Marisol wieder aktiv dabei. In der Zwischenzeit mussten Ana und Jacky mit ihrem erwachsenen Sohn, der gern einsprang und half, die Lebensmittelpakete selber zusammenstellen und austeilen. Claudia, die vierte im Team, hat leider Ende Mai gekündigt.

Dank Ihrer Hilfe war es möglich, drei Monate lang erst 15, dann 20 und seit 22.06. 30 Familien wöchentlich zu unterstützen. Jede Woche benötigen wir dafür 620–640 USD inklusive Transportkosten und natürlich werden auch Atemschutzmasken , Alkohol und Gel benötigt und besorgt.

Heute, am 05.08., wurden die ersten 40 Strände in Ecuador geöffnet und Atacames ist zum Glück auch dabei, aber mit strengen Auflagen der „Bioseguridad“ . Es gibt noch keinen Essensverkauf am Strand, kein Nachtleben, Maskenpflicht, Abstandsregeln etc etc. und ob einheimische Touristen kommen sei dahingestellt, denn Atacames ist noch längst nicht „coronafreie“ Zone. Die Ansteckungsgefahr ist nach wie vor sehr hoch, ebenso für ganz Ecuador, wo immer noch Ausgangssperre herrscht. In Atacames von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens unter der Woche und von Freitag, Samstag und Sonntag von 19 Uhr bis 5 Uhr morgens. Am Wochenende gilt striktes Fahrverbot und Alkoholverkaufsverbot.... kein Ende in Sicht. Ebenso gelten diese Regeln für Quito. Auch die Schulen und Kindergärten sollen landesweit bis Dezember geschlossen bleiben.

 

Noch reicht unser Geld für 5 Wochen, aber wir werden jetzt leider kontinuierlich die Zahl der unterstützten Familien wieder verringern müssen, um den Schutzbedürftigsten am Längsten helfen zu können. Deshalb hilft uns jeder Euro und mit 20 USD, etwa 17 Euro ermöglichen Sie einer Familie eine Woche lang ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Ich bitte Sie daher, Atacames nicht zu vergessen, denn Ihre Hilfe wird nach wie vor dringend gebraucht.

Hier noch mal die Daten unseres Spendenkontos:

Stefan Preusse, Spendenkonto Atacames

IBAN: DE35 6846 2427 0040 1880 29

BIC: GENODE61WUT

Selbstverständlich stehe ich für Fragen jederzeit zur Verfügung: carola.knaulein@gmx.net

Wir hoffen auf Ihre Solidarität und weitere Unterstützung

Mit vielen Grüssen aus Cumbaya

Einen schönen Sommer wünscht Ihnen

Carola Knäulein

Corona-Update 2 (16.05.20)
Privatinitiative Lebensunterhalt sichern: Essen schenken

Weiterhin gestaltet sich die Lage in Ecuador coronabedingt äußerst schwierig. Seit 2 Monaten herrscht Ausgangssperre und nur der Gang zu Fuß zum Einkaufen zwischen 5 Uhr und 14 Uhr, in die Apotheke und auf die Bank ist erlaubt. Tagelöhner sind seitdem ohne Arbeit. Ihnen wurde ihre Lebensgrundlage entzogen. 
Gerade in Atacames entwickelt sich die Situation sehr zu Ungunsten der Menschen. Unsere Mütter, die ihre Kinder bis zum 16.03. im Kinderhort hatten, arbeiten fast alle saisonbedingt in Restaurants, Hotels, Wäschereien, an Strandbars, verkauften Fisch etc. Ein Ort wie Atacames, der vom Tourismus lebt, ist von der Krise besonders schwer betroffen. Jetzt gibt es keine Touristen, damit keine Arbeit mehr und das wohl die nächsten Monate.
Und die Pandemie greift jetzt im Moment besonders schwer um sich, denn die Menschen sind auch trotz Ausgangssperre wieder mehr auf den Straßen, um mit dem Verkauf von z.B Limonen etc. auch nur ein bisschen zu verdienen. Aber wer hat Geld um einzukaufen? Es gibt nur noch die Alternative: Hungern oder Corona bekommen? Die Gemeindeverwaltung in Atacames teilt Lebensmittelpakete aus, kann aber bei weitem nicht die gesamte bedürftige Dorfbevölkerung abdecken.
Carola Knäulein, Vorsitzende des Kinderhortvereins kann dabei nicht tatenlos zusehen und möchte helfen. Momentan sammelt sie Spenden, um betroffene Familien mit dem Nötigsten zu versorgen.
Zu diesem Zweck hat unser zweiter Vorstand des „Vereins zur Unterstützung des Kinderhorts in Atacames e.V.“, Stefan Preusse, ein Spendenkonto eröffnet. Es handelt sich um eine Privatinitiative, da diese Aktion nicht den Vereinszweck erfüllt.

Carola versorgt mit Hilfe von Spenden seit drei Wochen 19 besonders betroffene Familien, 9 aus dem Kinderhort und 10 im Umfeld des Kinderhortes.

Aber die Not wächst und immer mehr Menschen bitten inständig um Hilfe. In Atacames, vor Ort organisiert unser Kinderhortteam aus Marisol, Ana, Jacky und Claudia bestehend die Lebensmittelpakete, die jeden Dienstag an der Tür des Kinderhorts unter Einhaltung sämtlicher Hygienevorschriften übereicht werden.
Im Wert von 20 USD bekommt jede dieser Familien ein Paket mit Lebensmitteln, frischem Gemüse und den nötigsten Hygieneartikeln.

Jede noch so kleine Unterstützung ist wertvoll, um den Familien über diese existenzbedrohende Zeit hinwegzuhelfen. 

Die Daten des für diesen Zweck eröffneten, deutschen Spendenkontos lauten:

Stefan Preusse, Spendenkonto Atacames

IBAN: DE35 6846 2427 0040 1880 29

BIC: GENODE61WUT

Für mehr Informationen gerne eine Mail an: Carola.Knaulein@gmx.net

Wir hoffen auf Ihre Solidarität und Unterstützung. 
Vielen Dank im Voraus und bleiben Sie gesund.

Corona-Update 1 (13.04.20)

Liebe Mitglieder und Freunde des Kinderhorts, aus aktuellem Anlass ein paar Neuigkeiten aus Atacames.

Seit dem 16.03.2020 ist auch unser Kinderhort sowie alle anderen Kindergärten, alle Schulen und Universitäten in Ecuador geschlossen worden. Wir haben Ausgangssperre und nur Apotheken, Lebensmittelläden, verschiedene Arztpraxen, Tankstellen und Banken sind geöffnet. Zuerst war die Ausgangssperre von 4 pm bis 5 am, wurde aber vor zwei Wochen verschärft von 2 pm bis 5 am, dazu darf jedes Auto auch nur einmal wöchentlich je nach der letzten Kennziffer auf die Straße. Wie ihr sicher auch schon der Presse entnommen habt, ist die Situation in Guayaquil, 500 km etwa von Atacames entfernt, besonders schlimm. Unseren offiziellen Zahlen über Infizierte und Tote glaubt hier keiner mehr, denn es wird einfach fast nicht getestet! Das Gesundheitssystem, ohnehin nicht das Beste, kollabierte und die Bestattungsinstitute aus Angst vor Ansteckung schlossen einfach. Daher die entsetzlichen Bilder mit den Särgen auf der Strasse, wenn´s denn überhaupt noch ein Sarg ist. In der Provinz Esmerladas gibt es also kaum Infizierte und Marisol wusste von einer Infizierten im Nachbarort. Aber unsere Zahlen sind noch am Steigen, das Schlimmste liegt wohl noch vor uns. Quedate en casa!! Bleib zuhause! Der Leitspruch Ecuadors in diesen Zeiten. Wie es weitergehen soll nach so einer Krise gerade in einem hochverschuldeten Entwicklungsland mit Tagelöhnern, alle ohne geregeltes Einkommen ohne Arbeit. Im Moment... keine Ahnung. Aber sicher wird es nichts Gutes.

Von Marisol und den andern Mitarbeiterinnen, Jacky, Ana und Claudia viele liebe Grüße. Ich halte euch auf dem Laufenden. Bleibt gesund und alles Liebe wünscht euch Carola